Selbsthilfegruppe

für
Pilzerkrankungen und Chronische Müdigkeit

CFS - Chronic fatigue Syndrome
MCS - Multiple Chemical Sensitivity
Aspergillosen - Endomykosen - Mykotoxikosen

Pilzerkrankungen

(Soor - Vaginalmykosen - Darmmykosen - Systemmykosen - Mykotoxikosen)

Pilzerkrankungen, wie sie seit Jahren beschrieben werden, stellen im allgemeinen nicht den pathogenen Faktor dar. Wir konnten feststellen, daß sich hinter einer Hefepilzinfektion (die Höhe der Keimzahlen war unerheblich) Erkrankungen durch Schimmelpilze und/oder deren Stoffwechselprodukte zeigten, die in Verbindung mit einer geschädigten Darmflora und den sich dort angesiedelten pathologischen Keimen erhebliche gesundheitliche Risiken darstellen und zu schweren Krankheitsbildern führen können.

Leider wurden Betroffene in den letzten Jahren durch Medien und sonstige Publikationen so stark in Richtung „Candida albicans" geprägt, daß sie oft kaum noch Chancen hatten, selbständig aus dem sich ständig erweiternden Teufelskreis herauszukommen. Nur wenige Ärzte kennen sich mit Pilzerkrankungen aus. Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit auf diese Problematik hinzuweisen und versuchen, aufgrund unserer Erfahrungen Betroffenen weiterzuhelfen. Dazu mußten eigene diagnostische und therapeutische Wege beschritten werden, über die wir Sie gern informieren.

Allgemein

Pilze zählen zu den am weitesten verbreitetsten Organismen auf der Erde. Sie besitzen Schlüsselpositionen im Haushalt der Natur und sind auf vielfältige Weise mit unserem Leben verbunden - im positiven wie im negativem Sinne.

Positiv erscheinen dem Menschen die Pilze,

Solchen Vorzügen stehen erhebliche Gefährdungen gegenüber:

Pilze

In Symbiose mit Algen kommen Pilze jahrelang ohne Wasser aus. Bäume, Mais, Sojabohnen, Tabak und Tomaten kooperieren ebenfalls mit Pilzen.

Die Algen erzeugen durch Photosynthese Kohlenhydrate. Dafür werden sie vom Pilz mit Wasser und Mineralstoffen versorgt und im Hyphengeflecht geschätzt.

Dies geschieht immer an Plätzen, an denen keiner der Partner allein bestehen könnte.

Aber auch im Wald ist dieses Naturverhalten deutlich sichtbar. Ohne Pilze gäbe es keine Ameisen. Pilze leben von Ameisen und Ameisen von Pilzen. Wird ein Partner vernichtet, ist der andere lebensunfähig und die Gesetze der Natur werden grundlegend zerstört.

Rund ¼ der medizinisch wertvollen Antibiotika stammen aus Pilzen. Auch zahlreiche andere Medikamente oder deren Zusätze werden aus Pilzen gewonnen.

Erkrankungen durch Pilze, deren Stoffwechselprodukte (z. B. Sporen) oder deren Giftstoffe (Mykotoxine) entstehen nur dann, wenn das Gleichgewicht der Natur gestört wird. Dies betrifft nicht nur den Menschen, sondern auch die Natur selbst (Wälder, Wiesen usw.).

Es handelt sich dabei keineswegs um eine Erfindung der "Neuzeit", wie der folgenden Aufstellung zu entnehmen ist, sondern um Erkenntnisse, die Jahrtausende zurückverfolgt werden können. Nur eins hat sich geändert:

Während unsere Vorfahren die Grundsätze der Natur achteten und mit ihren Mitteln versuchten, das Gleichgewicht innerhalb der Natur zu unterstützen, ist dieses Denken wohl im Laufe der Zeit verlorengegangen.

Germanen "Scimbalon" = schimmligwerden
14. Jahrh. "ungeliebte weißliche Beläge von Pilzen auf verdorbenen Lebensmitteln"
(-> Pferd, das aussah wie verschimmelt (Schimmel)
600 v. Chr.Tontafel
(-> "schädliches Gebilde auf Getreide")
400 v. Chr.Massenvergiftung in Sparta
Bibel Hinweis auf Schimmelpilzerkrankungen mit Verhaltensregeln
Mittelalterzahlreiche Ausbrüche des "Heiligen Feuers"
Sankt-Antonius-Feuer -> (Kribbelkrankheit)
PyramidenSchutz vor Grabräubern u. a.
857 n. Chr.Epidemie in Xanten (Tausende starben)
943 n. Chr.Limoges (Frankreich)
1770ausgeprägte Epidemien in Norddeutschland
Erst durch Einführung der Kartoffel im 18. Jahrhundert kam es zum Rückgang der Erkrankungen
1944 - 1947Rußland
Alimentäre Toxische Aleukie (ATA)
(tausende Opfer)
1951/52Epidemien in Südengland und Südfrankreich durch verunreinigtes Getreide
1952Tiererkrankungen unbekannter Ätiologie
(verschimmelte Futtermittel)
1960England (Truthahnsterben)
USA (Forellensterben in Zuchtanstalten)
1970Publikation aus dem Jahr 1910 über "eigenartige Veränderungen der Paranuß" durch Schimmelpilze

Es existieren ca. 20 000 internationale Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet, darunter viele unveröffentlichte Laborprotokolle.

Offenbar war diese Problematik einfach in Vergessenheit geraten.

Hefepilze und Schimmelpilze gehören zur natürlichen Flora des Menschen und haben hier ihre Aufgaben.

Zu den Hefepilzen gehören z. B.

Candida albicans mit seinen zahlreichen Untergruppen
oder die gefürchteten Kryptokokken

Zu den Schimmelpilzen gehören z. B.

Aspergillus mit seinen Untergruppen
Cladosporium
Alternaria
Penicillium
Fusarium
Botrytis
Mucor

Dennoch kann es durch ein entstandenes Ungleichgewicht im Körper zu schweren Erkrankungen kommen.

Dieses Ungleichgewicht kann z. B. entstehen durch:

Schimmelpilze finden sich überwiegend in

Tierstallungen
landwirtschaftlichen Betrieben
Futtermitteln
Getreidelagern
feuchten Räumen
Hausstaub
alten Polstermöbeln
alten Fußböden
noch nicht ausgetrockneten Neubauten
Holzverkleidungen
Küchen
Nahrungsmittelvorratskammern
Naßräumen
Klimaanlagen
Luftbefeuchtern
Zimmerpflanzen
abgestorbenen Pflanzenteilen (Algen)

Des weiteren findet man sie häufig in

Seifenumweltfreundlichen Waschmitteln
KosmetikaDeodorants
EnthaarungsmittelnZahnpasta
MundwasserBaumwolle
Flachsin Gerbmitteln

Medikamente wie

CortisonAntiallergika
AntihistaminikaMagen-Darm-Therapeutika
LokalanästhetikaAntibiotika

enthalten Schimmelpilzsubstanzen oder führen zu Kreuzreaktionen.

Auch bei der Synthetisierung von Vitaminen (B 12) u. a. verwendet man Schimmelpilze.

Die Verwendung in Produktionsprozessen ist kaum noch erfaßbar (Fermentgemische, Enzyme).

Da Schimmelpilze überall vorkommen, unterliegt jeder Mensch einer ständigen Exposition durch Schimmelpilze. Als Krankheitserreger kommen insbesondere Aspergillus, Fusarium, Penicillium, Mucor, Botrytis und Claviceps purpurea (Mutterkorn) in Betracht.

Es stehen zahlreiche diagnostische Verfahren zum frühzeitigen Erkennen einer Schimmelpilzerkrankung zur Verfügung, die jedoch meist aus Unkenntnis vieler Therapeuten nicht zur Anwendung kommen. Entsprechende Diagnosen werden meist erst post mortem gestellt, da kulturelle Untersuchungen sowie Antikörperbestimmungen negativ sein können. Es ist deshalb bei Verdacht eine sinnvolle (nicht unbedingt umfangreiche) Diagnostik erforderlich.

Eine bronchopulmonale Aspergillose sollte differentialdiagnostisch abgeklärt werden gegenüber einer chronischen Bronchitis, einem Asthma oder einer Mykotoxikose. Gegen Aspergillus-Antigene werden Serumantikörper gebildet, insbesondere spezifisches IgG. In der Frühphase kann spezifisches IgM gefunden werden. Bei Aspergillomen und bronchopulmonalen Aspergillosen ist meist spezifisches IgA nachweisbar.

Die Häufigkeit invasiver Aspergillus-Mykosen und Aspergillus-Pneumonien nimmt in letzter Zeit stark zu. Kompliziert wird es durch hämatogene Streuungen in nahezu alle Organe, vorrangig in Herz und Gehirn.

Bei Aspergillomen sollte eine vorsichtige und sorgfältige Resektion angestrebt werden, sofern andere Möglichkeiten nicht mehr in Frage kommen.

Bei allergenen Krankheitsbildern ist eine Allergenkarenz anzustreben. Die Raumbelastung durch Schimmelpilzsporen läßt sich im allgemeinen durch bauliche und nutzungstechnische Veränderungen reduzieren.

Systemische Aspergillosen und Mykotoxikosen bedürfen einer spezifischen Therapie, die nach unserer Auffassung besser ohne Antimykotika durchgeführt werden sollte, während schulmedizinisch vorrangig Antimykotika eingesetzt werden, die meist nicht zur Sanierung des Infektionsgeschehens beitragen.

Bewiesen ist:

Trotz Gabe systemisch wirkender Antimykotika wird eine hohe Letalität beobachtet, die bei rechtzeitigem und sinnvollem Aufbau der Schleimhäute in den meisten Fällen verhindert werden könnte.

Erkrankungen durch Pilze

Wenn man von Erkrankungen durch Pilze spricht, sollte unbedingt unterschieden werden zwischen

Oberflächlichen Schleimhautmykosen
(Schleimhautbesiedlungen z. B. mit Candida albicans)

die häufig im Atemtrakt, Verdauungstrakt oder Genitalbereich anzutreffen sind, und sogenannten

Endomykosen
Pilzerkrankungen jenseits der Schleimhautbarriere

(Systemischen Mykosen)

Während bei einer Pilzbesiedlung auf den Schleimhäuten nicht von einer Erkrankung gesprochen werden sollte (auch die Keimzahl ist hier unerheblich), sondern von anderen Faktoren auszugehen ist, auf die später noch eingegangen wird, handelt es sich bei den sog. Endomykosen um ernst zu nehmende Erkrankungen.

Unter Endomykosen versteht man Erkrankungen jenseits der Schleimhautbarriere. Hier sind auch schwerste und lebensbedrohliche Pilzerkrankungen zu finden.

Bei Fußpilzen, Nagelpilzen oder Hautpilzen, die über Jahre bestehen oder immer wieder auftreten, sollte zunächst auch an eine Endomykose gedacht werden.

Die folgenden Ausführungen geben einen Überblick über die häufigsten "System"-Mykosen beim Menschen.

Die schwersten Krankheitsbilder sind bei den invasiven Mykosen zu finden. Der vielfach auch übliche Ausdruck „Blut-Mykose" ist irreführend und sollte gar nicht oder nur bei vorübergehender Pilzbelastung im Blut aufgrund viraler Erkrankungen gebraucht werden. Es handelt sich in diesen Fällen nicht um eine Pilz-Erkrankung, sondern um einen vorübergehenden Abwehrmechanismus des Immunsystems zur Gleichgewichtsfindung innerhalb des Körpers. Zwei Formen sollten unterschieden werden:

"Blut"-Mykosen
Atopiker
(Normalflora)
Sepsis
(Blutvergiftung)
bei viralen Infekten vorübergehend verstärkte Pilzbelastung     
im Blut als Zeichen der erhöhten Infektabwehr
geringe Überlebenschance

Ferner sollte bei den invasiven Formen unterschieden werden zwischen

Primärer Aspergillose
vorher Gesunder

Sekundärer Aspergillose
nach schwerer Grunderkrankung
(z. B. Influenza, Tbc)

In beiden Fällen kann es zur Aspergillombildung kommen und/oder hämatogene Streuungen in weitere Organe (vorrangig Herz und Gehirn) nach sich ziehen. Vergleichbar mit den Organ-Mykosen sollten sowohl die Gabe von Antimykotika als auch eine Resektion gründlichst überdacht werden.

Pilze können auch einzelne Organe befallen und lediglich lokale Auswirkungen haben. Hier ist zu überlegen, ob es sich um Abkapselungsprozesse handelt, die aufgrund der Kapselbeschaffenheit (zum Beispiel Polysaccharide) durch bestimmte Verhaltensmuster aufgelöst und einem Abbauprozeß zugeführt werden können oder um Tumoren, die aufgrund längerer Verweildauer diesen Mechanismen nicht mehr zugänglich sind.

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Immunsystem beim Auflösen dieser Abkapselungen zu unterstützen, ehe an eine - vielleicht sogar überflüssige - Operation gedacht wird.

Auch Erkrankungen durch Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können langjährige Beschwerden bereiten. Besonders betroffen sind der Atem- und/oder der Verdauungstrakt. Erkrankungen im Atemtrakt werden häufig für ein allergisches Geschehen gehalten, während sich Erkrankungen im Verdauungstrakt durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Migräne, hormonelle Störungen oder Magen-Darm-Probleme bemerkbar machen und zu diffusen Krankheitsbildern führen, die schwer einzuordnen sind.

Stoffwechselprodukte
(z. B. Sporen)
AtemtraktVerdauungstrakt
(Bronchopulmonale Aspergillose)Durchfall
Verstopfung
Übelkeit
"Chron. Bronchitis"
"Asthma"
Pseudo-Krupp"
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
BronchialkarzinomChron. Darmentzündungen
Colitis ulcerosa
Morbus Crohn
Achtung: "Allergien" gegen
Hausstaub
Milch
Weizen
Roggen u. a.

Sollten diese Werte im Prick-Test positiv sein, ist an eine Infektion durch Schimmelpilz-Substanzen zu denken. Man spricht in diesen Fällen auch von einer "Pseudo-Allergie".

Gerade bei Befall der Atemwege ist es wichtig, genau zu differenzieren. Immer häufiger kommt es vor, daß die sogenannte

Bronchopulmonale Aspergillose

nicht erkannt und demzufolge jahrelang falsch therapiert wird. Die Ähnlichkeit mit einem allergischen Asthma oder einer Chronischen Bronchitis sollte nicht dazu verleiten, voreilig eine allergische Reaktion zu vermuten. Es handelt sich hier um eine „Pseudo-Allergie", bei der immunologische Fakten im Vordergrund stehen. Vielfach wird sie auch mit einer Mykotoxikose verwechselt.

Eine Behandlung mit cortisonhaltigen Medikamenten kann leicht zur Manifestation des Geschehens beitragen.

Ein Infektionswechsel zu gram.-neg. (polysaccharidkapselbildenden) Bakterien (auch bestimmten Hefepilzen) ist meist die Folge. Bei Kindern kann es zur Hyperaktivität kommen.

Cortison

Manifestation im Atemtrakt

Infektionswechsel zu
gram. neg. Bakterien
(häufig Haemophilus influenzae)

"Chron. Bronchitis"
asthmatische Beschwerden
Stridor u. a.

keine Allergie, sondern Infektion
(Pseudo-Allergie)

Hyperaktivität bei Kindern

Besonders häufig sind heute Erkrankungen durch

Mykotoxine

anzutreffen. Mykotoxine sind natürliche Stoffwechselendprodukte von Schimmelpilzen, die beim Wachstum auf nährstoffreichen Substraten, Lebens- und Futtermitteln gebildet werden. Voraussetzung für die Mykotoxinsynthese ist das abgeschlossene Wachstum des Pilzes.

Wo keine Pilze gewachsen sind, gibt es auch keine Mykotoxine. So werden zum Beispiel am natürlichen Standort der Schimmelpilze (im Erdboden) von Natur aus keine Mykotoxine gebildet. Das Nährstoffangebot reicht zwar für die Zellvermehrung, jedoch herrscht normalerweise keine Überschußsituation.

Anders verhält es sich bei Lebens- und Futtermitteln. Hier "schwimmen" die Pilze regelrecht in einer "Kraftbrühe" und können sich einen luxuriösen Stoffwechsel leisten. Dabei werden die energetisch aufwendigen Toxine synthetisiert und ausgeschieden.

Wachstum und Toxinproduktion funktionieren nur dann, wenn gleichzeitig ausreichend Wasser zur Verfügung steht (z. B. feuchtes Schnittbrot schimmelt, trockenes Knäckebrot dagegen nicht).

Ein niedriger pH-Wert ist kein begrenzender Faktor für das Schimmelpilzwachstum, jedoch können organische Säuren gut als Nahrung ausgewertet werden. Die Toxinbildung hört erst dann auf, wenn das Nährstoffangebot zu einseitig wird.

Selbst Temperaturen von 0 - 40 Grad sind für Schimmelpilze und Toxinbildung kein Problem. Auch durch haushaltsmäßige Behandlung (Kochen, Dämpfen, Braten, Mikrowellenherd u. a.) können Mykotoxine nicht zerstört werden.

Bei Mykotoxinen als "Naturstoff" kann man die Produktion weder verbieten noch einstellen. Man kann sie aber verhindern, wenn man ihre Bildungsbedingungen kennt und beachtet.

Subakute und chronische "Vergiftungen" werden überwiegend durch "getarnte" Toxine verursacht, also durch Roh- oder Zwischenprodukte, die vor der Be- und Verarbeitung eines Lebensmittels im Rohstoff oder Zwischenprodukt durch Pilzwachstum synthetisiert wurden.

Diese sind im Endprodukt nicht mehr erkennbar.

Selbst bei schwersten Erkrankungen ist es kaum möglich, nachzuweisen, welches der auslösende Faktor war.

"Es bleibt also nichts anderes übrig, als auf potentielle Gefahren, besonders auf Spätschäden, hinzuweisen und möglichst viel Aufklärung zu betreiben, damit sich der Verbraucher so gut es geht selber schützen kann."
(Roth u. a.)

Besonders gefährlich ist u. a. der "Mutterkornpilz". Seine Toxine verursachen z. B. Infektionen wie

Durchfall, Erbrechen, Gliederschmerzen, Absterben von Körperteilen, Schädigungen der peripheren Blutgefäße sowie Schädigungen des Nervensystems mit Muskelkontraktionen, Kribbeln oder epilepsieartigen Verlaufsformen. Akuter oder chronischer Ergotismus können die Folge sein.

Aber auch in der Medizin (einschließlich der Homöopathie) werden Mykotoxine häufig verwendet. Dabei hemmen Alkaloide die Wirkung der Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin.

Diese "Mutterkorn"-Alkaloide werden verwendet bei

Migräne, gesteigerter Herzfrequenz, Hypertonie oder Durchblutungsstörungen.

Ergotamin, Ergomethrin und Ergotoxin wirken auf die glatte Muskulatur. Tiefgreifende Leberschäden sind häufig die Folge.

Eine krebserregende Wirkung auf die inneren Organe (Leber, Lunge, Nieren u. a.) gilt als sicher.

Aber auch andere Mykotoxine können schwere Erkrankungen hervorrufen. Sie wirken nicht nur toxisch auf den Organismus, sondern auch

mutagen (verändernd)
karzinogen (krebsfördernd)
teratogen (fehlbildend)

Auf drei Pilz-Spezies sei hier besonders hingewiesen:

Aspergillus flavus
Aspergillus fumigatus
Aspergillus niger

Sie sind hoch toxisch und bilden u. a. die Mykotoxine

Aflatoxine B1, G1, M1
Patulin
Ochratoxin A
Kojisäure
Penicillinsäure

Sie wirken

blutdrucksenkend, mutagen, teratogen
carcinogen und nephrotoxisch und können
epilepsieartige Symptome und
Systemmykosen der Lunge verursachen.

Ferner können sie

in Blutgefäße einbrechen oder
in andere Organe disseminieren

Sie stellen generelle Zellgifte dar.

Aflatoxine, Patulin, Ochratoxin, Sterigmatocyxtin, Penicillinsäure und viele andere Mykotoxine befinden sich in unserer Nahrung.

Die Toxine des Schimmelpilzes Fusarium stellen ein großes Problem dar und sollten in Zukunft mehr Beachtung finden.

Sein Mykotoxin Zearalenon besitzt östrogene Wirkung und kann somit Thrombembolien und Lebertumoren provozieren, teratogen wirken und eine Konzeption verhindern. Der Metabolit Alpha-Zearalenon wirkt besonders stark im Uterus. Ausgeschieden werden Zearalenone und seine Metaboliten nur langsam. Dickdarmbakterien verzögern die Elimination weiter.

Zearalenon wird im oberen Verdauungstrakt durch Darmbakterien freigesetzt. Das dabei entstehende Zearalenol ist als Umwandlungsprodukt noch giftiger als die ursprüngliche Substanz.

Erkrankungen durch die Giftstoffe der Schimmelpilze (Mykotoxine) nennt man

Mykotoxikosen.

Mykotoxine werden immer häufiger für schwerste Gesundheitsstörungen verantwortlich gemacht, deren Ursache oft zu spät oder gar nicht erkannt wurde.

Dazu zählen zum Beispiel:

Es kommt zu

Bei den Mykotoxikosen (Erkrankungen durch die Giftstoffe von Schimmelpilzen) sollten unbedingt endogen ausgelöste Mykotoxikosen von exogen ausgelösten Mykotoxikosen unterschieden werden, da es sich um ganz unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, die auch unterschiedliche Verläufe haben und einer differenzierten Behandlung bedürfen.

Exogen können Mykotoxikosen z. B. ausgelöst werden durch

Schimmelpilzwachstum (z. B. Wald, Getreidefelder, Gebäude)
Chemikalien und Schwermetalle zur Schädlingsbekämpfung
(z. B. in Nahrungsmitteln, „Bio"kost, Naturprodukten)

Endogen werden Mykotoxikosen z. B. ausgelöst über

mykotoxinhaltige Medikamente
Antimykotika
Nahrungsmittel, die über Schimmelpilze synthetisiert werden
Während die exogen erworbenen Mykotoxikosen erheblich leichter zu beheben sind, gibt es bei den endogen ausgelösten Mykotoxikosen erhebliche und oft jahrelange Behandlungsprobleme.

Bei den exogenen Mykotoxikosen handelt es sich im allgemeinen um Primärinfektionen, während es sich bei den endogen ausgelösten Mykotoxikosen im eigentlichen Sinne um Sekundärinfektionen handelt, obwohl eine „Erstinfektion" vorliegt. Dies erscheint durch chemische Umwandlungsprozesse im Organismus möglich. Am häufigsten ist hierbei eine zusätzliche Dünndarmproblematik zu beobachten.

Durch spectralanalytische Untersuchungsverfahren ist es möglich, beide Formen voneinander zu unterscheiden. Die Interpretation entspricht weitestgehend der viraler Infektionen und bezieht sich in erster Linie auf die IgG-Werte bei der Aspergillus-Serologie, wobei der Negativbereich eine hohe Aussagekraft hat.

"Eine sichere Aussage darüber, ob derjenige erkrankt ist oder nicht, erlaubt nicht der Pilznachweis, sondern nur der Toxinnachweis, wobei ein negatives Ergebnis eine hohe Aussagekraft hat, jedoch geprüft werden muß, ob es sich um Toxine oder Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen handelt." (H. Koch)

Viele Betroffene suchen uns auf in der Annahme, an einem Hefepilz Candida albicans erkrankt zu sein. Symptome wie

werden voreilig Schleimhautbesiedlungen mit Hefepilzen zugeschrieben. Nach gründlicher Aufarbeitung der Krankengeschichten von ca. 1000 Betroffenen kamen wir jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis:

Pilzerkrankungen, wie sie seit Jahren beschrieben werden, stellen im allgemeinen nicht den pathogenen Faktor dar. Wir konnten feststellen, daß sich hinter einer Hefepilzbesiedlung (die Höhe der Keimzahlen war unerheblich) in Verbindung mit Darmbakterien Erkrankungen durch Schimmelpilze und/oder deren Stoffwechselprodukte zeigten, die zusätzlich zur geschädigten Darmflora und den sich dort angesiedelten pathologischen Keimen (im allgemeinen gram. neg. polysaccharidkapselbildende Erreger) erhebliche gesundheitliche Risiken verbargen, die zu schweren Krankheitssymptomen führen können.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Normalflora gewidmet werden. Sind hier erhöhte Keimzahlen feststellbar, ist von Erkrankungen mit Beteiligung karzinogener Stoffe auszugehen. Eine weitere (serologische) Untersuchung (spectralanalytisch) ist in diesen Fällen unerläßlich. Läßt man diesen Zustand unverändert, ist - oft erst nach Jahren - mit pathologischen Veränderungen oder Tumoren zu rechnen.

"Viele Systemmykosen bleiben zu Lebzeiten der Patienten undiagnostiziert. Daher sind bei Verdacht intensive diagnostische Bemühungen erforderlich."
Pschyrembel

Und was sagen Experten dazu?

"Es soll allerdings nicht unberücksichtigt bleiben, daß die Normalflora durchaus auch negative Auswirkungen auf den Menschen haben kann. So stammt bei immunsupprimierten Patienten die Mehrzahl der Infektionserreger aus der patienteneigenen Bakterienflora. Zudem können die Keime der Normalflora nach vorausgegangener Schädigung, so bei Verbrennungen oder Virusinfektionen, eine Superinfektion hervorrufen. Neuerdings wird auch eine Kanzerogenese im Gastrointestinaltrakt mit der Normalflora in Zusammenhang gebracht."
Uni Heidelberg u. a.

"Vor allem Alternativ-Mediziner und Heilpraktiker machen zunehmend den Nachweis des Candida albicans im Darmbereich beispielsweise für den Ausbruch von Allergien verantwortlich. Für diese Annahme gibt es jedoch keine wissenschaftlich untermauerten Anhaltspunkte."
Prof. E. Christophers
Direktor der Uni-Hautklinik, Kiel

Bei 30 bis 80 % der Bevölkerung ist Candida albicans im Stuhl nachweisbar. Es handelt sich um einen ganz überwiegend harmlosen Mitbewohner unserer komplexen Darmflora. Hefepilze im Darm auszurotten ist nicht möglich und darüber hinaus wahrscheinlich sogar gesundheitsschädigend. Eine wirksame „Antipilz-Diät" gibt es nicht."
Dr. med. U. Herborn (Internist)

"Alle möglichen Symptome wie z. B. Depression, Müdigkeit, Hyperaktivität, Schuppenflechte, Blähungen, Verstopfungen etc. auf „Pilze im Stuhl" zurückzuführen ist Scharlatanerie bzw. der wiederholte Beweis, wie sehr wir Ärzte dazu neigen, unsere Diagnose an Einzelbefunden aufzuhängen, wenn uns differentialdiagnostisch nichts mehr einfällt."
Prof. Dr. med. F. Daschner
Freiburg

"Ein Keimnachweis ist nie mit einer Erkrankung gleichzusetzen."

"Der Immunkompetente hat in seinem Orointestinaltrakt Candida-Spezies ohne krankmachende Wirkung."
Prof. Dr. med. H. Bernhardt
(Vorsitzende der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft)

Wie ist nach unseren Erfahrungen diagnostisch vorzugehen?

Die folgenden Ausführungen beruhen auf Erfahrungen der Selbsthilfegruppe. Es wurden Krankengeschichten von 500 Betroffenen gründlich recherchiert und anamnestisch aufbereitet.

Zunächst sollte eine vollständige mikrobiologische Stuhluntersuchung durchgeführt werden, bei der die Abklärung der Normalflora mit den wichtigsten Bakterien im Vordergrund steht. Auf die Bestimmung der allgemeinen Durchfallerreger könnte gut verzichtet werden. Auch die Suche nach verschiedenen Pilz-Spezies bringt keinerlei Vorteile und verursacht lediglich Mehrkosten.

Wichtig ist die Bestimmung toxinbildender Bakterien. Die Skala der pathologisch einzuordnenden Keime sollte auf jeden Fall beinhalten ß-hämolysierende Streptokokken, Citrobacter, Clostridium diff., Proteus, Klebsiella pneu. und E. coli.

Bei der Abklärung der Normalflora sollten außer Lactobazillen und Bifidobakterien unbedingt weitere Bakterien bestimmt werden, wie z. B. Bacteroides, Enterokokken und E. coli. Liegen Werte der Normalflora über dem Grenzwert, so ist von einem kanzerogenen Geschehen (Präkanzerosen) auszugehen. Besondere Interpretationen sind hier erforderlich, um Fehldeutungen zu vermeiden. Durch darmaufbauende Präparate über einen längeren Zeitraum erfolgt eine Rückbildung der pathologischen Stadien.

Ferner sollte eine serologische Untersuchung im spectralanalytischen Verfahren erfolgen, die sich sowohl auf die Antikörperbestimmung des Hefepilzes Candida albicans als auch auf den Schimmelpilz Aspergillus bezieht. Verfahren wie HAT oder IFT haben für sich allein keine Bedeutung. Die Fehlerquote ist zu hoch. Beide Verfahren gemeinsam lassen jedoch eine recht gute Interpretation zu, wobei auch hier der IgG-Bereich die größte Aussagekraft hat - allergene Formen reagieren im Positiv-Bereich, toxische Formen im Negativbereich.

Das gleiche zeigt sich auch im spectralanalytischen Verfahren. Dieses Verfahren bietet jedoch noch andere Vorteile:

Im Aspergillus-IgA-Bereich zeigt sich der Zustand des Darmes ebenso wie die Abwehrlage des Immunsystems. Anhand des Aspergillus-IgG-Bereiches können exogene Mykotoxikosen von endogenen unterschieden werden, so daß bei der Therapie entsprechend verfahren werden kann. Der Aspergillus-IgM-Bereich zeigt nicht nur eine akute Infektion an, sondern auch die eventuell parallel dazu verlaufende virale Belastung

Den Candida-Werten ist die gesamte körperliche Abwehrsituation zu entnehmen. Stellt man Aspergillus- und Candida-Werte gegenüber, so sollte das Verhältnis im IgG-Bereich 1 : 20 betragen. Eine spezielle Interpretation ist auch hier erforderlich.

Möchte man die Pilzbelastung noch etwas näher spezifizieren, kann - je nach Abwehrlage - ein Intracutantest auf einzelne Schimmelpilze von Vorteil sein. Ausgetestet werden sollten zum Beispiel die Schimmelpilze Aspergillus, Alternaria, Botrytis, Penicillium, Mucor oder Cladosporium. Die Größe der Quaddel sagt nichts aus über die Infektionslage. Gerade leichte Reaktionen oder Spätreaktionen deuten auf eine schwere Infektion hin und verdienen besondere Beachtung.

Weitere Untersuchungen sollten in dringenden Fällen vorgenommen werden. Dazu zählen Immunglobulinbestimmungen für einzelne Viren (IgA, IgG, IgM) ebenso wie Bestimmungen des Tumor-Nekrose-Faktors bei fortlaufender Behandlung oder der Zirkulierenden Immunkomplexe. In Einzelfällen ist die Bestimmung spezifischer Tumor-Marker von Vorteil.

Therapiemöglichkeiten

Nach den Erfahrungen der Selbsthilfegruppe sollten die folgenden Therapie-Empfehlungen - je nach Schweregrad der Erkrankung - eingehalten werden. Schon nach kurzer Zeit sind deutliche Erfolge sichtbar.

Denken Sie daran: Ohne Schimmelpilz - kein Hefepilz!

Und nun einige Beispiele aus der Praxis:

Bewußt wurden Krankengeschichten ausgewählt, die von schwer erkrankten Betroffenen stammen. Viele gleiche oder ähnliche Schicksale sind uns inzwischen bekannt geworden. Vieles ließe sich nach unserer Auffassung vermeiden.

1. Fall

Beschwerden

Beginn der Erkrankung: 1980

Krankengeschichte

seit 1980Durchfälle
1982Magen- und Darmspiegelungen
1982Hörsturz
bis 1990starke HustenanfälleCortison, Codein
1990HerzrhythmusstörungenBeta-Blocker
Pilze im gynäkologischen BereichAntimykotika
1992schwerer grippeähnlicher Infektwochenlang Antibiotika
Erstickungsanfälle(Tetracycline. Doxycyclin)
Engegefühl im KehlkopfAntihistaminika
19942. Hörsturz

Die Betroffene befindet sich seit 1994 in der Selbsthilfegruppe. Eine früher durchgeführte Candida-Serologie ergab im HAT Werte von 1:320 (< 1:160), im IFT 800 (< 200). Eine mikrobiologische Stuhluntersuchung ergab erhöhte Werte bei E. coli, path., Clostridien und Candida. Bifidobakterien waren nicht nachweisbar. Alle anderen Werte de Normalflora lagen über dem Grenzwert.

Die spectralanalytische Untersuchung auf Aspergillus und Candida zeigte deutlich eine durch Sporen und Mykotoxine hervorgerufene Erkrankung. Die Patientin litt an einer Bronchopulmonalen Aspergillose. Die Wohnung war pilzbelastet.

Nach Auszug aus den belasteten Wohnräumen konnten die Asthma-Spray’s sowie Cortison abgesetzt werden. Durch Mutaflor und Paidoflor konnte die Darmflora saniert werden. Beschwerden treten nicht mehr auf. Durch das Präparat Phlogenzym konnte die toxische Belastung verringert und die Belastbarkeit insgesamt deutlich erhöht werden. Die Patientin ist heute beschwerdefrei und voll belastbar.

2. Fall

Beschwerden

- starke Erschöpfungszustände (CFS-Symptomatik)
- Schmerzzustände im Kiefer und in den Nasennebenhöhlen
- chronische Sinusitis
- Oberbauchbeschwerden
- Sodbrennen
- chronische Gastritis
- kolikartige Schmerzen in Magen und Darm
- Gelenkschmerzen
- Gliederschmerzen
- Muskelschmerzen und -schwäche
- Brennen der Haut
- Atemprobleme
- Brennen in den Luftwegen
- Prostatareizung
- Bronchitis
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Krankengeschichte

Beginn der Erkrankung: 1990

Verabreichte Medikamente, an die sich der Betroffene noch erinnern konnte:

Isocillin, Penicillin, Amoxycillin, Sobelin, Doxycyclin, Metronidazhol, Erythromycin, Aspirin, Paracetamol, Novalgin, Valoron, Spasmocibalgin Bactrim, Cotrim forte, Gentamycin, Ciprobay, Panoral, Cefuroxim, Oracef häufig Nystatin und Amphotericin B

Der Betroffene befindet sich seit Juli 1995 in der Selbsthilfegruppe. Es erfolgten zunächst virale Bestimmungen, bei denen die Titerverläufe für Masern, VZV, Röteln, Herpes simplex, Coxsackie, HHV 6, CMV und EBV deutlich erhöht waren. Akute Titer zeigten sich bei HHV 6 und EBV (EBNA und Anti-EA): Mikrobiologische Stuhluntersuchungen zeigten erhöhte Werte bei Staphylokokken, Streptokokken, Clostridien und Helicobacter. Der normale E. coli war nicht nachweisbar. Candida albicans o. B. Der durchgeführte Immunstatus zeigte Erhöhungen im Bereich der Lymphozyten, sowohl im Bereich der T-Zellen als auch im Bereich der B-Zellen. Zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführte Untersuchungen auf Aspergillus fumigatus waren negativ. Candida albicans zeigte folgende Werte: AK (HAT) 1:80 <1:160 AK (IFT) 1:80 < 1:160

Die Ergebnisse der serologischen Untersuchungen auf Aspergillus und Candida im spectralanalytischen Verfahren ergaben erhöhte toxische Werte beim Aspergillus im IgG-Negativbereich sowie Ansteigen der IgA-Werte als Zeichen eines gestörten Abwehrmechanismusses im Darmbereich.

Behandlungserfolge

Die körperliche Belastbarkeit konnte durch längere Darmsanierung (Mutaflor, Paidoflor) erheblich verbessert werden. Die ursprüngliche Helicobacter-Erkrankung ist seitdem ebenfalls verschwunden. Sodbrennen o. ä. Magen-Darm-Probleme treten nicht mehr auf. Die neurologische Belastbarkeit ist inzwischen deutlich besser, weist jedoch noch Defizite beim Betreten toxisch belasteter Räume auf (Mykotoxinbelastung durch Einsatz von Fungiziden).

Alle übrigen Symptome (Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen u. ä.) konnten durch Einsatz von Phlogenzym gut gebessert werden. Schmerzen treten nicht mehr auf.

Mit Hilfe spezieller Krankengymnastik und Massagen werden z. Z. noch vorhandene granulomatöse Abkapselungen aufgelöst und abbaufähig gemacht. Der Betroffene fühlt sich wohl und kann seinen Tagesablauf gut regeln.

3. Fall

Beschwerden

Beginn der Erkrankung: vor ca. 20 Jahren

Krankengeschichte

ständige Infekte
SchilddrüsenerkrankungBehandlung: L-Thyroxin
BlutdruckschwankungenBehandlung: blutdrucksenkende Mittel
GürtelroseBehandlung: div. Antibiotika
Pilze im Stuhl (Geotrichum)Behandlung: div. Antimykotika
Die Betroffene leidet ständig unter rezidivierenden Pilzbesiedlungen im gynäkologischen Bereich sowie erheblichen Störungen im Magen-Darm-Trakt. Blutbild und diverse andere Untersuchungen waren immer ohne Befund. Die Müdigkeit nimmt ständig zu. Neurologische Probleme stehen stark im Vordergrund. Die Betroffene wird immer wieder für „gesund" erklärt, obwohl sie aufgrund der bestehenden Symptomatik arbeitsunfähig ist. Eine psychosomatische Behandlung wurde empfohlen.

Die Ergebnisse der spectralanalytischen Untersuchungen auf Aspergillus und Candida zeigten erhöhte Titer im IgA-, IgG- und IgM-Bereich, wobei der IgG-Titer mit 2366 < 1000 eine stark mykotoxische Komponente darstellt, hervorgerufen durch ständigen Kontakt im Wohnbereich (exogene Mykotoxikose). Die erhöhten IgA-Titer (81 < 30) deuten auf dysbiotische Schleimhautverhältnisse mit Tendenz zur Tumorbildung hin. Erhöhungen im IgM-Bereich sind ein Hinweis auf ein reaktiviertes virales Geschehen, in diesem Falle VZV.

Die Betroffene befindet sich seit 1994 in der Selbsthilfegruppe. Da sie bis heute nicht in der Lage ist, etwas zu ordnen, konnten trotz Medikationen mit Mutaflor und Phlogenzym nur geringfügige Besserungen eintreten. Die Probleme im gynäkologischen Bereich konnten beseitigt werden. Die Durchfälle sind behoben. Grundlegende Besserungen können nur dann erzielt werden, wenn die Patientin bereit ist, ihren jetzigen Wohnraum zu verlassen sowie vorübergehende Ernährungseinschränkungen in Kauf zu nehmen.

Bei der Besichtigung des Wohnraumes wurden Styropor-Innenver-kleidungen an allen Wänden festgestellt, die einen Luftaustausch innerhalb des Wohnbereiches unmöglich machen. Dahinter befand sich ursprünglich deutlicher Schimmelpilzbefall, der seitens der Hausverwaltung mit Fungiziden vor Anbringung der Styroporverkleidung beseitigt wurde. Mykotoxine dringen auch durch Styroporwände und können durchaus zu den bestehenden Krankheitssymptomen führen.

4. Fall

Beschwerden

Beginn der Erkrankung: September 1989

Krankengeschichte

1992

1993

Die spectralanalytische Untersuchung auf Aspergillus und Candida zeigte erhöhte IgM-Titer als Zeichen einer akuten Aspergillose in Verbindung mit reaktivierten Viren. Die IgG-Titer im Negativbereich zeigten eine endogen über Arzneimittel erworbene Mykotoxikose.

Durch Einnahme von Mutaflor konnte die Darmflora wieder aufgebaut werden. Körperliche Müdigkeit und Glucosefehlsteuerungen wurden dadurch behoben. Durch Einnahme von Paidoflor wurde der Hormonhaushalt reguliert. Alle übrigen Symptome verschwanden nach längerer Einnahme von Phlogenzym. Es besteht z. Z. noch eine minimale neurologische Restsymptomatik als Folge einer vermuteten Borreliose sowie des vermuteten Hirninfarktes. Mit spezieller Krankengymnastik und Massagen konnten neurologische Fehlsteuerungen beseitigt werden. Es bestehen noch geringe, kaum merkbare Störungen im Bereich der Feinmotorik im Sinne einer Parkinson-Restsymptomatik (medikamentös ausgelöst). Die Betroffene ist körperlich wieder voll belastbar.

Die vorstehende Krankengeschichte und die mehr zufällig erworbenen Kenntnisse auf dem Wege, gesund werden zu wollen, führten zur Gründung dieser Selbsthilfegruppe, die ich nunmehr seit 5 Jahren leite. Vielen Betroffenen konnte inzwischen geholfen werden. Wir erhalten täglich Anfragen aus dem In- und Ausland, führen telefonische und schriftliche Beratungen durch und versuchen, die erworbenen diagnostischen und therapeutischen Erkenntnisse an Therapeuten weiterzugeben. Helfen auch Sie, damit derartige Krankenverläufe bald der Vergangenheit angehören können.

In meinem Falle wurden ca. 300 Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen aufgesucht, darunter viele Klinikärzte, Professoren und Spezialisten. Es wurden 38 Medikamente eingesetzt, die das Krankheitsbild stetig verschlechterten, und nur 3 Medikamente waren erforderlich, um gesund werden zu können. Geholfen hat mir damals niemand. Erst als es mir durch Eigeninitiative besser ging, fand ich Ärzte, die meine Therapien unterstützten.

Berlin, im September 1998

Kontaktadresse: Ch. Schröder, Weskammstraße 11, 12279 Berlin

Tel.: 0 30-7 23 18 91      Fax: 0 30-7 23 227 10

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