MCS-Patienten reagieren sehr schnell auf Substanzen, die u. a. auch in vielen Chemikalien und Nahrungsmitteln enthalten sind, wobei es schon nach wenigen Minuten zu Organstörungen kommen kann.

MCS ist nach unserer Auffassung im eigentlichen Sinne keine Erkrankung, sondern eine Sammelbezeichnung für Symptome, die sich in erster Linie in neurologischen Problemen äußern und von denen man annimmt, daß Umwelteinflüsse und/oder toxische Substanzen biologischer oder chemischer Natur dafür verantwortlich sein könnten.
Das Krankheitsbild MCS wird nach unseren Erfahrungen sehr häufig fehldiagnostiziert, so daß die Betroffenen jahrelang von Arzt zu Arzt gehen, ohne daß ihnen wirkliche Hilfe angeboten werden kann.
Wir konnten nachweisen, daß 80 % der MCS-Erkrankten nicht direkt an einer Chemikalie oder an Schwermetallen erkrankt sind, sondern an den Auswirkungen fungizidhaltiger Substanzen bzw. Substanzen mit pilzabtötender (fungizider) Wirkung. Das setzt voraus, daß Kontakte zu Schimmelpilzen und/oder deren Substanzen bestehen oder vor Jahren bestanden. Auch über eine Hefepilzbesiedlung der Schleimhäute (z. B. im Darm), die mit Antipilzmitteln behandelt wurde, kann eine MCS-Problematik ausgelöst werden, ebenso durch andere aus Schimmelpilzen gewonnene Zusatzstoffe, die sich z. B. versteckt in Medikamenten, Nahrungsmitteln und in der gesamten Umwelt befinden.
Gefahrenquellen finden sich vor allem in Wohnräumen, am Arbeitsplatz, in Nahrungsmitteln, in Medikamenten und in der gesamten Umwelt.
Noch ist in den medizinischen Lehrbüchern von MCS keine Rede. Noch zahlen auch die meisten Krankenkassen nur zögernd oder gar nicht, falls die Diagnose MCS lautet.
Oft fühlen sich die Betroffenen wie zerschlagen. Bei vielen schwankt die Stimmung zwischen rastloser Aktivität und nicht korrigierbarer Antriebsschwäche. Viele Betroffene werden von depressiven Gedanken gequält. Hinzu kommen häufig Störungen der Verdauung und des Stoffwechsels. Gegen bestimmte Speisen besteht ein unerklärlicher Widerwille. Betroffen ist aber auch die Haut: Juckreiz und Entzündungen bilden sich aus. Wer an MCS leidet, ist oft nur noch ein Häufchen Elend.
Die Krankheit MCS ist so neu, daß viele Ärzte von ihrer Existenz noch nichts wissen. Die größte Schwierigkeit für Betroffene besteht darin, Mediziner zu finden, die sich damit auskennen.
Häufig genannte Beschwerden bei der MCS sind
Ca. 200 Fälle wurden von uns bisher gründlich recherchiert.
Ergebnisse in allen Fällen:
Pyrethroide haben Kontaktgiftwirkung und/oder Fraßgiftwirkung gegen Hygieneschäden sowie Pflanzenschädlingen und Forstschädlingen im Außen- und Innenraumbereich.
Mit dem Prädikat „Wollsiegel" gekennzeichnete Wollteppiche müssen zum Schutz vor Insektenfraß damit behandelt werden.
Pyrethroide sind u. a. enthalten in Wollteppichen, Elektroverdampfern oder Insektenspray’s.
Sie haben einen hohen Chlorgehalt und führen häufig zu Kreuzreaktionen.
Lindan wirkt neurotoxisch sowie kanzerogen und hat eine chromosomen- schädigende Wirkung. Es wird über die Haut, inhalativ und oral aufgenommen, hauptsächlich im Fettgewebe gespeichert und kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
Es wird u. a. verwendet in Holzschutzmitteln (z. B. Holzdecken), Insektenvernichtern und in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln.
Als Ersatz für Lindan kam Permethrin auf den Markt.
HCB wird u. a. verwendet in
In Innenräumen kam PCP vor allem als Biozid zum Einsatz. Seit 1978 ist es kennzeichnungspflichtig. Seit 1979 darf es in Innenräumen nicht mehr verwendet werden. Seine Anwendung ist in der Bundesrepublik seit 1989 verboten.
PCP wird über die Atemwege als Dampf oder Staub gebunden und über den Verdauungstrakt und die Haut resorbiert.
PCP enthält als Verunreinigung z. B. chlorierte Diphenylether, aus denen sich unter Einfluß von Sauerstoff und UV-C-Strahlung biologisch hoch- aktive Ether-Peroxyde bilden. Diese können als freie Radikale Zellmembranen angreifen und die Blut-Hirn-Schranke überwinden.
In technischem PCP werden immer wieder Spuren von Dioxinen und Furanen gefunden.
PCP ist enthalten in
Seit 1989 ist die PCB-Produktion in Deutschland verboten. Es gelten Übergangsvorschriften bis zum Jahr 2000.
Der wichtigste Aufnahmeweg erfolgt über die Nahrung, weil sich die Verbindungen dort anreichern. Hauptquellen sind tierische Lebensmittel (Milch, Milchprodukte, Fisch, Wild).
PCB kommt vor in
Formaldehyd entsteht bei der Oxidation von Methan und Methanol.
Es findet Anwendung in
Die Nahrungsmittelindustrie verwendet Formaldehyd
Bei Zusatz der Konservierungsmittel Kalium- oder Natriumbenzoat kann eine Benzolbelastung der Nahrungsmittel entstehen, vor allem in Fruchtsaftgetränken, die gleichzeitig mit Ascorbinsäure versetzt sind.
Amalgampartikel oder Korrosionsprodukte verursachen sog. Amalgam- tätowierungen der Mundschleimhaut. In Abhängigkeit von der Größe der Partikel sollen sie Quecksilber freisetzen können.
Quecksilber wird nicht nur aus Amalgamfüllungen aufgenommen, sondern auch über Nahrungsmittel. Trotz gleichen Amalgambestandes im Mund gibt es individuelle Unterschiede bezüglich der Quecksilberfreisetzung und -resorption. Die Gründe sind noch nicht eindeutig geklärt.
Metalldepots können sich bilden in
Die im Zusammenhang mit Amalgamfüllungen auftretenden Quecksilberkonzentrationen sind zu niedrig, um akute Vergiftungserscheinungen auszulösen.
Alle zur Zeit benutzten Nachweisverfahren einer chronischen Quecksilberbelastung sind bislang nicht wissenschaftlich anerkannt.
Besonders gefährdet sind Zahnärzte und das Praxispersonal, da bei vielen zahnärztlichen Handlungen die zulässige Quecksilberkonzentration überschritten wird. Der MAK-Wert wird bei 20 Grad bestimmt, in der Mundhöhle liegt die Temperatur jedoch bei 32 bis 34 Grad.
Vorsichtsmaßnahmen
Meiden Sie deshalb
Kontaktadresse: Ch. Schröder, Weskammstraße 11, 12279 Berlin
Tel.: 0 30-7 23 18 91 Fax: 0 30-7 23 227 10